Im November:

Jugendchor–Modul: ein Projekt, drei Proben, 12 Jugendliche. Kurzentschlossene sind am kommenden Freitag 26.10. um 18.30 Uhr willkommen! (dazu 30.10. und 2.11. jeweils 18.30 Uhr)

Singspiel «D Maria träumt»: nächste Woche am 30.10. beginnen die Proben zum neuen Stück von Peter Freitag. (jeweils dienstags 16.30 3. bis 6. Klasse, 17.30 1. und 2. Klasse sowie 18.30 ab der 7. Klasse)

Messe de minuit von Marc Antoine Charpentier mit der Kantorei: singen Sie mit an Heilig Abend mit Orchester und Solisten, Proben mittwochs 19.30–21.30 Uhr

Gospelkonzert am 13. April 2019 mit dem Mezzoforte: jetzt wäre ein idealer Zeitpunkt um in das tolle Projekt mit Band anzusteigen!

Sonntagskonzert 11. November, 17 Uhr
«Wer unter dem Schutz des Höchsten wohnt»

Tino Brütsch, Tenor und Peter Freitag, Orgel

Tino Brütsch und Peter Freitag verbindet eine lange musikalische Freundschaft aus Studienzeiten, sie haben damals zusammen etliche Prüfungen im Duospiel absolviert. Die Besetzung Stimme – Orgel verfügt über ein spannendes Repertoire, dass sich einerseits an das Klavierlied und andererseits an das symphonische Orchesterlied anlehnt. In diesem herbstlichen Programm spielen die beiden Lieder aus dem spätromantischen Repertoire des 19. und 20. Jahrhunderts.

Do 22.11. 18 Uhr kurzes offenes Singen Verein Herzkern / Weihnachtsbeleuchtung

Kantor und Förster

Als sich Giuseppe Verdi im hohen Alter auf sein Landgut zurückzog, liess er in seiner Heimat Wälder aufforsten. Der polnische Komponist Krzysztof Penderecki ist Baumsammler, mehr als 1700 Arten hat er auf seinen dreissig Hektaren Land gepflanzt.
Als Kirchenmusiker hat man manchmal eigenartige Zusammensetzungen von musikalischen Projekten auf dem Schreibtisch. Da liegen neben den Wünschen für die morgige Abdankung, den Orgelwerken für nächsten Sonntag auch noch das Weihnachtsspiel in fünf Monaten, die Orchesterbesetzung vom Passionskonzert in acht Monaten, das Konzertprogramm von Pfingsten und die Dirigieranfrage von übernächstem Jahr nebeneinander. Und manchmal überschneiden sich die Themen auf wundersame Weise.

Im Juni habe ich zum Beispiel mit meinem neuen Weihnachtsspiel angefangen und dabei verwegen mit dem Stammbaum Jesu aus Matthäus 1 begonnen (die Ustermer Kinder werden also heuer den Stammbaum von Abraham bis Jesus musizieren, reservieren Sie sich den dritten Advent!). Gleichzeitig begannen die Vorbereitungen für die Gemeindeferienwoche zum Thema «Wald» in Einsiedeln. Bücher und Artikel zum Thema wurden studiert, jedes Lied zum Thema Bäume, Holz oder Wald wurde fortan gesammelt.

Dieses Nebeneinander ist manchmal anstrengend, manchmal eigenartig, manchmal gar surreal wenn man bei dreissig Grad im Schatten Weihnachtslieder komponiert. Ich hatte deshalb schon die Vision, meine Vorbereitungen genau auf ein Jahr auszurichten. So könnte ich im Advent die Adventslieder vom nächsten Jahr aussuchen, an Karfreitag den nächsten Karfreitag planen, an Pfingsten das Frühlingssingen vom nächsten Jahr, alles zu seiner kirchenjährlichen Zeit. Vorbei das «O du fröhliche» im Herbst und das «Christ lag in Todesbanden» im Dezember.
Jedoch wären dann alle meine Pflanzen oder Bäume immer ein Jahr alt. Alles würde im gleichen Alter geerntet, alles wäre gleich reif, gleich ausgeklügelt, gleich gross oder gleich klein. Und so begnüge ich mich mit der Vision und lasse sie Vision sein. Penderecki hat ja auch nicht alle 1700 Baumarten gleichzeitig gepflanzt.

Peter Freitag, Kantor

Melde Dich zum Weihnachtsspiel «D Maria träumt» an unter musik.refuster.ch!

Chorkonzert Kantorei Gatti und Telemann 23.6.18

Zu Zeiten als Konzertaufführungen die einzige Möglichkeit waren, Musik zu hören, galt es als grosse Ehre, wenn eine Komposition von anderen Komponisten aufgenommen und verarbeitet wurde. So erging es vielen Opern, die für die geistliche Verwendung adaptiert wurden. So erging es aber auch Joseph Haydn, dessen Oratorium „Die Schöpfung“ der Komponist Luigi Gatti zum Anlass nahm, eine Messe über die berühmten Themen zu schreiben: Eine grosse Ehre und ein voller Erfolg. Thematisch verwandt ist Georg Philipp Telemanns Kantatenzyklus zu den «Tageszeiten» mit Arien, Rezitativen und Chören. Die Kantorei Uster verbindet die beiden Werke zu einem Konzert, das in seiner Form an ein Oratorium erinnert und mit den naturalistischen Klängen zurück zur «Schöpfung» führt. „Chorkonzert Kantorei Gatti und Telemann 23.6.18“ weiterlesen

Blog: Jugendchor Uster am EJCF Basel 2018

Das alle zwei Jahre stattfindende Europäische Jugendchor Festival in Basel EJCF ist ein musikalischer Grossanlass in Stadt und Land Basel, seine Bedeutung für die dortige Chorszene ist kaum zu überschätzen. Hervorragende Spitzenchöre aus Europa werden eingeladen, etwa 26’000 Zuschauer werden jeweils erwartet. Weiterbildung für Chorleitende ist ein wichtiger Eckpfeiler, die Inspiration aus den Konzerten kann durch nichts ersetzt werden. „Blog: Jugendchor Uster am EJCF Basel 2018“ weiterlesen

Blog: «ad hoc!» – musikalische Projekte zum Gottesdienst

Die «ad hoc!»-Projekte sind zu einer wichtigen Ergänzung der regelmässigen Chorarbeit geworden. Bei allen Menschen gibt es Lebensabschnitte, in denen eine regelmässige Teilnahme an Chorproben schwierig ist und so sind die zeitlich beschränkten Angebote des Kantorats sehr begehrt. Die «ad hoc!»-Projekte zeichnen sich dadurch aus, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von der ersten Minute bis zum Abschluss eine Gruppe bilden und einen gemeinsamen musikalischen Weg gehen. „Blog: «ad hoc!» – musikalische Projekte zum Gottesdienst“ weiterlesen

Blog: DJ oder Jukebox?

«Das war ein schönes Zusammenspiel von Wort und Musik!» Solche Komplimente erhält man ab und zu nach einem Gottesdienst und freut sich natürlich darüber.

Ich bin ein Radio–Kind. Geweckt hat mich der Radiowecker, zehn Minuten später läutete der andere Wecker. Während des Frühstücks hat mir das Radioprogramm den Takt vorgegeben, damit ich rechtzeitig den Bus zur Schule erreicht habe, je nachdem mit oder ohne Spurt zur Haltestelle. „Blog: DJ oder Jukebox?“ weiterlesen