The Spirit of Dada / 8. Juni 19.30 Uhr

Das diesjährige Sommerkonzert hat einen ganz besonderen Gast: Paul Taylor mit seinem Orchester!

Das Konzertprogramm, ein Beitrag zum 100-jährigen Jubiläum der Dada-Bewegung, möchte den „Geist“ von Dada in einem musikalischen Abenteuer aufleben lassen und feiern.
Es wurden renommierte Schweizer Komponisten angefragt, neue Werke „im Sinne von Dada“ zu komponieren.

Edgar Varese: Octandre, 1923
Marc Kilchenmann: apeiron, ein Stück nach Anaximandros für Pauke und 1 – 7 Gruppen von Klangerzeugern ad lib. UA, 2016
John Cage: Suite for Toy Piano, 1948
Paul Suits: Im Park, 1998, Orchestrierung neu, 2016
Erik Satie: Relâche, 1924 mit Film Entr’acte, (der Film von René Clair wird mit live gespielter Soundtrack in Original gezeigt)
John Wolf Brennan: Dädaleum (für Vokalistin und Kammerorchester) UA, 2016
Daniel Schnyder: draKOOL, 2015 (Erstaufführung CH) György Ligeti: Mysteries of the Macabre, 1977 (für Solosopran und Kammerorchester)

Leitung: Paul Wegman Taylor
Solistinnen: Anna Florina Herbst, Sopran,
Dorottya Marosvari, Klavier, Celesta und Toy-Piano

Das Evangelium nach Johannes und «die Juden»

Dieser Artikel wurde zuerst im Programmheft zum Karfreitags–Konzert mit der Johannespassion von Thomas Selle publiziert und erscheint hier mit freundlicher Genehmigung der Autoren Heidi und Peter Ritzmann, zwei thelogisch interessierten Mitgliedern der Kantorei Thalwil.

Wer heute eine Vertonung der Johannespassion aufführen will, muss sich ernsthaft fragen, ob das überhaupt noch verantwortbar ist, derart belastet ist die Wirkungsgeschichte des Johannesevangeliums und ganz speziell die Darstellung der Juden in der Passion Jesu. Diese negative Darstellung „der Juden“ ist in der Geschichte des Christentums oft als Anlass für judenfeindliche Haltungen und Verfolgungen genommen worden. Sie hat dem jüdischen Volk unendliches Leid und Elend zugefügt. Dabei wurden die negativen Darstellungen undifferenziert gegenüber den positiven in den Vordergrund gerückt und zu Pauschalverurteilungen des Judentums missbraucht. „Das Evangelium nach Johannes und «die Juden»“ weiterlesen

«Halleluja» in österlicher Fülle

Warum enden so viele Osterlieder mit so ausführlichen Refrains auf das Wort „Halleluja“?

„Hallelu-Jah“: „preiset Jah(weh)“, den Schöpfer, der das Universum als Abbild seiner Liebe leben lassen wollte – und die Menschen auch. Der unter Leben nicht den Weg zum Tod versteht, sondern eine Kraft zum Sein, zum Werden, zum Guten, zur Beziehung mit allen und allem. Für solches Leben gibt es kein Sterben. Drum liess er Jesus nicht im Grab, sondern holte er ihn in die Ewigkeit, aus der er immer und überall geistig präsent ist. „«Halleluja» in österlicher Fülle“ weiterlesen

Meine erste Osternacht

Es muss 1994 gewesen sein, fünf Monate vorher hatte ich meine Autoprüfung bestanden und bereits im ganzen Kanton Glarus meine ersten Sporen als Organist abverdient, da wurde ich vom katholischen Pfarramt Weesen angefragt, ob ich nicht für die Osternachtsmesse einspringen könne. Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt noch nie eine Messe an der Orgel begleitet und ich erinnere mich nicht daran, vorher überhaupt an einer katholischen Messe dabei gewesen zu sein.

Ich sagte zu.

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Max Reger trifft Johann Sebastian Bach – Konzert zum Karfreitag

Karfreitag, 25. März 2016, 17 Uhr, Reformierte Kirche Uster

„Bach ist Anfang und Ende aller Musik“ so schreibt Max Reger auf einem Widmungsblatt am 21. Mai 1906. Diese grosse Bewunderung für den Thomas-Kantor gab mir Anlass, im Karfreitagskonzert die beiden Komponisten einander gegenüber zu stellen. Nicht im Sinne einer Konkurrenz, sondern um die Gemeinsamkeiten herauszuheben, die sich in einer grossen musikalischen Tiefe, bei beiden Musikern in ihrer Tonsprache und im damaligen Zeitgeist, äussert.

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Einführung zum Orgelrezital «REGER I» am 13. März um 17 Uhr

Ferdinand Hodler [Public domain or Public domain], via Wikimedia Commons
Da war diese Ausstellung in der Fondation Beyeler über Ferdinand Hodler [www.fondationbeyeler.ch]. Vorher konnte ich es nicht so mit Hodler. Ich fand einfach keinen Zugang, auch wenn mich seine Bilder fasziniert haben. Die enorme Konzentration auf 17 Bilder aus vielen Schaffensstadien haben mir dabei geholfen einen Weg zu ihm zu finden. „Einführung zum Orgelrezital «REGER I» am 13. März um 17 Uhr“ weiterlesen