Musik zu Pfingsten von Alfred Zimmerlin

Seltsamerweise klingt der Heilige Geist nicht «schön», so wie wir uns landläufig schöne Musik vorstellen. Mozart hat in seiner c-Moll-Messe zum «cum sancto spiritu» eine geradezu dämonische Musik geschrieben, vielleicht seine heftigste ausserhalb der Oper: Dieser Heilige Geist hat auch eine ganz dunkle Seite. Oder eine Seite, die wir nicht verstehen. Aber auch die tibetischen Tempeltrompeten, die eingesetzt werden, um Spiritualität zu erwecken, klingen alles andere als schön: Sie reiben, vibrieren, ihr Klang ist aufgerauht und instabil. Rund um den Erdball liessen sich in den unterschiedlichsten Kulturen Beispiele finden, wo die Musik dann, wenn es um das geht, was wir «Geist» oder den «Heiligen Geist» nennen, aus Schwebungen, Reibungen oder gar komplexen Geräuschen besteht. „Musik zu Pfingsten von Alfred Zimmerlin“ weiterlesen